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Hochdruckformen und Thermoformen: Folienformung mit hoher Geschwindigkeit und Genauigkeit

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Für das 3D-Umformen gibt es zwei bewährte Verfahren: die von Covestro in Zusammenarbeit mit Niebling entwickelte Hochdruckverformung (HPF) und das Thermoformen.

Beim HPF-Verfahren wird die im Umformwerkzeug eingespannte, bedruckte Folie im Bereich der Erweichungstemperatur schlagartig mit beheizter Druckluft beaufschlagt und dadurch verformt. Beim Thermoformen wird die Folie mit Heizstrahlern deutlich über die Erweichungstemperatur erwärmt. Anschließend wird sie mithilfe von Vakuum und/oder Druckluft in das beheizte Werkzeug gezogen und ausgeformt. Daneben gibt es u. a. noch die Möglichkeit, Folien mechanisch mit Formstempeln oder anderen Spezialverfahren in eine bestimmte Form zu bringen.

Das HPF-Verfahren: Positionsgenaue Verformung für Symbole

Beim HPF-Verfahren wird die im Umformwerkzeug eingespannte, bedruckte Folie im Bereich der Erweichungstemperatur schlagartig mit beheizter Druckluft bei einem Druck von 50 bis 300 bar beaufschlagt und dadurch verformt. Mit diesem Verfahren und unseren Makrofol® oder Bayfol® Folien sind auch komplexe 3D-Geometrien umsetzbar. Ein besonderer Vorteil der Hochdruckverformung ist, dass Foliendekore und Oberflächen während der Produktion schnell gewechselt werden können. Die Umformung gelingt so präzise, dass z. B. aufgedruckte Symbole, Piktogramme, Buchstaben oder Zahlen exakt positioniert bleiben und diese Genauigkeit ist verglichen mit dem Thermoformen ein weiterer entscheidender Vorteil des HPF-Verfahrens. Auch wenn mattierte und texturierte Folien verarbeitet werden, ist das Hochdruckformen vorzuziehen, da beim Thermoformen matte Folien glänzend erscheinen und Texturen durch die Hitze Schaden nehmen können. Zudem ist die Verzerrung infolge der Umformung konstant und lässt sich durch einen Zerrdruck ausgleichen. Die HPF-Technologie bewährt sich vor allem in der Serienfertigung von 3D-Tachometern, Instrumententafeln, Zifferblättern, Radioblenden oder Handy-Oberschalen.

Thermoformen: Für große Ziehverhältnisse

Beim Thermoformen wird die Folie mit Heizstrahlern deutlich über ihre Erweichungstemperatur erwärmt und mithilfe von Vakuum und/oder Druckluft in das beheizte Werkzeug gezogen und ausgeformt. Mit dem Verfahren sind im Vergleich zur HPF-Technik größere Verstreckungsgrade und eine bessere Ausformschärfe speziell in Eckbereichen des Bauteils erreichbar. Es bietet sich daher vor allem für große Teileformate an. Außerdem eignet es sich für die Dekoration von Folienformteilen mit sogenannten Endlosdekoren, bei denen keine positionsgenauen Symboliken benötigt werden, was z. B. bei einem Wurzelholz- oder Carbondesign der Fall ist.

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