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Förderung der Kreislaufwirtschaft durch nachhaltigere TPU-Rohstoffe

Thermoplastisches Polyurethan ist eine vielseitige Lösung in verschiedenen Anwendungen – von elektronischen Geräten bis hin zu Sportartikeln. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, TPU zirkulärer zu machen – mit teilweise biobasierten Kunststoffen, recycelten Materialien, CO2-haltigen Rohstoffen und massenbilanzierten Ressourcen mit ISCC-Zertifizierung.

Thermoplastisches Polyurethan: ein wachsender Bedarf an zirkulären, nachwachsenden Rohstoffen

Thermoplastisches Polyurethan (TPU) ist unter anderem deshalb so beliebt, weil es sich leicht für die unterschiedlichsten Anwendungen verwenden lässt – von Automobilinnenräumen über Schuhsohlen und Bewässerungsschläuche bis hin zu 3D-gedruckten Bauteilen. Aufgrund dieser Popularität ist es besonders wichtig, einen nachhaltigeren Rohstoff als Ausgangsmaterial für TPU zu finden, da die Nachfrage der Verbraucher nach zirkuläreren Kunststoffen über alle Sektoren hinweg steigt. 
 
Als einer der Weltmarktführer im Polymerbereich helfen wir unseren Kunden, die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben und ihr Engagement für die Umwelt unter Beweis zu stellen, indem wir die Rohstoffe für TPU-Kunststoffe nachhaltiger machen und die CO2-Bilanz verbessern, ohne dabei die Leistungsfähigkeit des Produkts zu beeinträchtigen. 
 
Wir arbeiten bereits mit Produktionspartnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette in vielen Branchen zusammen und konzentrieren uns dabei auf vier Schwerpunkte: verstärkte Nutzung biobasierter Ressourcen, Entwicklung von Recycling-Strömen, die TPU als Rohstoff wiederverwenden, Erhöhung des Anteils von CO2-haltigen Werkstoffen und Integration ISCC-zertifizierter Massenbilanz-Ressourcen in Ausgangsmaterialien für TPU-Kunststoffe.
 

Das Suffix CQ, das direkt hinter der Marke Desmopan® steht, kennzeichnet unsere nachhaltigeren Lösungen, die zur Kreislaufwirtschaft beitragen, und hebt alle Produkte mit einem signifikaten Anteil an alternativen Rohstoffen hervor.

Die Abkürzung 'CQ' hat eine doppelte Bedeutung. Während das 'C' für Kreislauffähigkeit (englisch: „Circularity“) steht,  bezieht sich das 'Q' auf den Intelligenzquotienten. Zusammen unterstreichen C und Q, wie sehr innovative Lösungen die Kreislaufwirtschaft vorantreiben können.  Produkte, die das Suffix CQ tragen, werden unter Verwendung von teilweise alternativen Rohstoffen - wie Rohstoffen aus Abfällen, Biomasse und/oder gebundenem CO2 - und/oder erneuerbarer Energie hergestellt. Diese Materiallösungen können aus segregierten oder massenbilanzierten Rohstoffen bestehen. Durch die Nutzung mehrerer zirkulärer Produktionswege ermöglichen wir es unseren Kunden und Partnern, die Anteil erneuerbarer Ressourcen zu erhöhen und insgesamt ihre Umweltauswirkungen zu verringern.
Gentechnikfreie biobasierte Zwischensohle für langlebige VAUDE Wanderschuhe

Biobasierte Kunststoffe in einem leistungsstarken Wanderschuh

Unsere TPU-Reihe Desmopan® CQ enthält bis zu 60% Inhaltsstoffe, die aus Biomasse gewonnen wurden – gemessen am Standard ASTM-D6866. Im Vergleich zu TPU auf fossiler Basis können die CO2-Gesamtemissionen um mehr als 20% reduziert werden, ohne dabei Abstriche hinsichtlich Qualität oder Leistungsfähigkeit zu machen. Unser Kunde VAUDE, ein deutscher Hersteller von Outdoor-Ausrüstung und -Schuhen, hat Desmopan® CQ zur Entwicklung einer Zwischensohle aus biobasiertem Schaumstoff für seinen neuen Outdoor-Wanderschuh Lavik Eco verwendet. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Akteure der Lieferkette zusammenarbeiten, um eine neue, nachhaltigere Klasse von Rohstoffen zu schaffen. Durch den Einsatz von Biokunststoffen in Hochleistungsschuhen kann VAUDE zudem einmal mehr seine Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit unter Beweis stellen.  

Hülle für Fairphone-Smartphone aus 100% recyceltem Desmopan® CQ

Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette beim Recycling von Kunststoffen für eine Fairphone-Handyhülle

Aufgrund der guten mechanischen Recyclingfähigkeit von TPU erweitern wir unser Sortiment an recycelten TPUs. Die Handyhülle des Fairphone 3 besteht aus Desmopan® CQ mit einem Recylcing-Anteil von 100%, wodurch der Verbrauch fossiler Ressourcen und die Menge an Kunststoffabfällen verringert wird. In unserem großen Netzwerk industrieller Partner haben wir mehrere Ströme von postindustriell recycelten bzw. PIR-Kunststoffen als Ausgangsmaterialien für eine neue Reihe recycelter TPU-Sorten der Marke Desmopan® CQ identifiziert. Bei Ihnen beträgt der Anteil an recyceltem Material zwischen 30 und 100 Prozent. Beide Arten sind transluzent und basieren auf Abfallströmen, aus denen PIR-Material zum Recyceln hervorgeht, das sauber und vorsortiert ist. So kann es zu Formen in den gewünschten Farben gegossen werden, deren Erscheinungsbild dem neuer Kunststoffe ähnelt. 

Wiederverwendung von Kohlendioxid als Rohstoff in TPU: mit einem Anteil an CO2-haltigem Cardyon®

Unser neuartiges Polyol der Reihe Cardyon® integriert auf direktem Weg bis zu 20% CO2 und wird schon industriell hergestellt. Einige unserer Partner in der Textilindustrie haben bereits bewiesen, dass schmelzgesponnene elastische Garne, die aus diesem Cardyon®-basierten TPU bestehen, herkömmliche elastische Garne ersetzen können. Im Gegensatz zu vergleichbaren Produkten wird bei den neuen Garnen CO2 als alternativer Rohstoff wiederverwendet. Dadurch führt ein lösungsmittelfreies Spinnverfahren zu mehr Kreislaufwirtschaft und einer besseren CO2-Bilanz. Dieses teilweise CO2-basierte TPU, das auf die Garnherstellung zugeschnitten ist, ist bereits im Handel erhältlich. Wir unterstützen Textilhersteller dabei, das Schmelzspinnverfahren von der technischen Vorführung zu einem vollständigen industriellen Prozess weiterzuentwickeln. 



ISCC PLUS wird ein Sortiment an massenbilanz-zertifizierten TPU-Erzeugnissen ermöglichen

Das Massenbilanzverfahren versetzt unsere Kunden in die Lage, fossile chemische Rohstoffe in ihren Produkten allmählich mit Hilfe einer bereits erhältlichen, Drop-in-Lösung zu ersetzen. Wir beginnen mit der Lieferung von zertifizierten, alternativen Rohstoffen wie biobasierten Rohstoffen, die direkt in unseren Anlagen verwendet werden können. Der Prozess und der Materialfluss werden nach dem externen Standard International Sustainability & Carbon Certification (ISCC) PLUS geprüft. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rohstoffmengen und -flüsse systematisch rückverfolgbar sind und bestimmten Produkten mit Hilfe eines Massenbilanzierungsverfahrens zugeordnet werden können, das nach einem unabhängigen globalen Standard zertifiziert ist. 
 
Ein zirkulärerer Werkstoff mit derselben Qualität und Leistung wie ein fossiler Rohstoff kann ohne technische Investitionen oder Produktionsunterbrechungen in bestehende Systeme integriert werden. Im Jahr 2022 werden wir unser erstes Sortiment an ISCC-Massenbilanz-zertifizierten TPU-CQ-Produkten vorstellen.
 

TPU befindet sich in einer spannenden Phase auf dem Weg zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft. Wir verfügen über ein großes Desmopan® CQ Sortiment mit nachhaltigeren Lösungen, das CO2, teilweise biobasierte Rohstoffe sowie recycelte Materialien enthält. Gemeinsam mit unseren Partnern entlang der Wertschöpfungskette verschieben wir Grenzen, um zukunftsweisende Lösungen wie massenbilanzierte Produkte und innovative Technologien weiterzuentwickeln.

Rocío de la Cruz García

Global Venture Manager Kreislaufwirtschaft TPU, Covestro

Erreichen Sie Ihre Nachhaltigkeitsziele mit TPU, die auf zirkuläreren, nachwachsenden Rohstoffen basieren.

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Wir sind für Sie da!

Wesentliche Vorteile

  • Kohlenstoffarm: Alternative Rohstoffe verbessern die CO2-Bilanz von TPU.
  • Widerstandsfähig: Recyceltes und teilweise biobasiertes TPU ist öl-, fett- und lösungsmittelbeständig.
  • Drop-in-Lösung: Massenbilanzierte Rohstoffe können in bestehenden Systemen eingesetzt werden, ohne Investitionen tätigen zu müssen.
  • Anpassungsfähig: Nachhaltigere Rohstoffklassen können speziell für Ihre Anwendung entwickelt werden.
  • Marktfähig: Werkstoffe mit CO2-Anteil und recycelte, teilweise biobasierte Produkte beweisen Ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit.

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