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Den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in der E&E-Industrie vorantreiben

Die Elektro- und Elektronikindustrie spielt eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft. Die Hersteller von Schaltern und Steckdosen, Beleuchtung, Laptops und Smartphones streben nach recycelbaren Materialien, die einen geringeren ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Wir bieten eine Reihe von Materiallösungen an, um dieser wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

Nachhaltigkeit in der E&E-Industrie

Covestro hat in einer Marktstudie die Nachhaltigkeitstrends in der Elektro- und Elektronikindustrie (E/E) untersucht. Insgesamt wurden 35 Unternehmen, darunter internationale Konzerne, kleine und mittelständische Unternehmen, untersucht. Die Unternehmen decken einen großen Teil des Spektrums der "E/E-Welt" ab. Dazu gehören Hersteller von Energie- und Automatisierungstechnik, Elektroinstallationen, Haushaltsgeräten und Leuchten, Sicherheitstechnik, Unterhaltungselektronik, Kommunikationstechnik und Netzwerktechnik, Elektroladestationen sowie eine internationale Einrichtungsmarke. 
Folgende Nachhaltigkeitsthemen sind für die E/E-Industrie in Europa von Bedeutung, wobei die ersten beiden Themen von besonderer Relevanz sind:
 
  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen
  • Abfallwirtschaft und Recycling
  • Energiemanagement
  • Wasserwirtschaft
 
Die Verringerung der Treibhausgasemissionen ist für alle Unternehmen ein wichtiges Nachhaltigkeitsziel. Rund ein Viertel von ihnen (26 %) will in Zukunft klimaneutral produzieren. Drei Unternehmen geben an, dass sie bereits CO2-Neutralität in Bezug auf direkte Emissionen in der Produktion (Scope 1) und indirekte Emissionen, zum Beispiel durch eingekauften Strom (Scope 2), erreicht haben - darunter zum Beispiel ein globaler Hersteller von Gesundheitstechnologien und Haushaltsgeräten. Zu den Maßnahmen, die die Unternehmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen ergreifen, gehören der Einsatz von Ökostrom in der Produktion, Energieeinsparungen durch geeignete Managementsysteme, die Entwicklung von Produkten, die den CO2-Ausstoß beim Kunden verringern, die verstärkte Nutzung von Schiff und Bahn sowie leichtere Produkte zur Verringerung der Emissionen beim Vertrieb.
 
 
Auch die Reduzierung von Abfällen und die Verbesserung des Recyclings haben für Unternehmen eine hohe Priorität. Dies soll durch nachhaltiges Produktdesign (Design for Sustainability) und die Verwendung von recycelten Materialien, nachwachsenden Rohstoffen und biobasierten Kunststoffen erreicht werden. Weitere Maßnahmen sind das Recycling von Kunststoffen, die Vermeidung von Verpackungen und die Einrichtung von Rücknahmeprogrammen für Produkte im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.
 
 
Die Studie zeigt, dass Covestro seine Kunden mit technischen Kunststoffen insbesondere bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen, der recyclinggerechten Gestaltung von Bauteilen, der Reduzierung von Abfällen und dem Aufbau von Stoffkreisläufen unterstützen kann.

Erneuerbare Materiallösungen, die sich gut für die Elektronik eignen

Polycarbonate und Polycarbonatblends kombinieren eine hervorragende Lebensdauer und ein geringes Gewicht mit inhärentem Flammschutz, Dimensionsstabilität und unterschiedlichen Transparenzgraden, was sie zu einer logischen Wahl für Anwendungen in der Elektro- und Elektronikindustrie macht. Darüber hinaus sind die Produkte in teilweise recycelten Qualitäten erhältlich und tragen so zu einer Kreislaufwirtschaft bei.

Nachhaltigere Polycarbonate: unser ganzheitlicher Ansatz für die E&E-Industrie

Als führender Hersteller von Polymeren ist es unsere Vision, sowohl in unseren eigenen Betrieben als auch bei unseren Verbraucherlösungen vollständig kreislauffähig zu werden. Für die Elektro- und Elektronikindustrie verfolgen wir bei der Entwicklung unserer wiederverwertbaren Kunststoffe einen Ansatz der Lebenszyklusanalyse (LCA) und streben die Wiederverwendung nach der Nutzungsphase des Kunststoffs an. Bei der Verarbeitung verbessern wir kontinuierlich unsere eigene Energieeffizienz und reduzieren gleichzeitig den Abfall. 
 
Um nachhaltigere Polycarbonat herzustellen, erhöhen wir das mechanische Recycling und untersuchen das chemische Recycling, während wir die Rohstoffbasis von fossilen Rohstoffen auf erneuerbare umstellen. Der verstärkte Einsatz von Rezyklaten und die Nutzung erneuerbarer Rohstoffe für Kunststoffe unterstützen den E&E-Sektor dabei, nachhaltiger zu werden.
 
Wir bieten eine Reihe von Polycarbonaten und Polycarbonatblends an, die Post-Industrial Rezyklat (PIR-) und Post-Consumer Rezyklat Anteile enthalten (PCR)- sowie über Massenbilanzierung zugeordnete Anteile an ISCC-zertifizierten biozirkulären Rohstoffen (RE-Serie) mit einer deutlich verbesserten Ökobilanz und einem geringen Kohlenstoff-Fußabdruck. Durch die Verwendung von Mono-Materialkonzepten können Produkte am Ende ihrer Lebensdauer einfacher recycelt werden, und durch recyclinggerechtes Design auch andere Materialströme, wie z.B. Edelmetalle, einfacher zurück gewonnen und wiederverwertet werden.
 
Unsere RE-Serie von teilweise biozirkulären Werkstoffen steigert die ökologische Nachhaltigkeit noch weiter, indem sie einen geringeren Kohlenstoff-Fußabdruck aufweist, ohne die Leistung oder Qualität zu beeinträchtigen. Die für die RE-Reihe verwendeten biozirkulären Rohstoffe werden über einen Massenbilanzansatz gemäß dem ISCC PLUS-Standard zugeordnet. Makrolon® RE Polycarbonate sind eine Drop-in-Lösung und speziell auf Anwendungen zugeschnitten, bei denen neben einem deutlich reduzierten CO₂-Fußabdruck auch erstklassige Eigenschaften und eine hohe Transparenz oder helle Einfärbung gefordert sind. Ausgewählte RE-Typen sind als klimaneutrales* Polycarbonat eingestuft.

Wir arbeiten eng mit der Elektro- und Elektronikindustrie zusammen, um den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen. Mit unseren Materiallösungen können wir unseren Kunden helfen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, Produkte recyclingfähig zu gestalten und Materialkreisläufe aufzubauen.

Dr. Niklas Meine

Marketing Elektrotechnik und Elektronik EMEA, Technische Kunststoffe Covestro

Nachhaltigere Drop-in-Lösungen für einen geringen CO₂-Fußabdruck in der EE-Industrie

Schalter und Steckdosen machen elektrische Energie zugänglich, und thermoplastische Polycarbonate werden zunehmend als Material der Wahl dafür verwendet. Für Kunden, die nach nachhaltigeren Polycarbonatlösungen suchen, sind unsere Makrolon® RE-Typen mit nachwachsenden Rohstoffen, die über ISCC PLUS zertifiziert sind, die ideale Einstiegslösung. Eine weitere Option ist unser Makrolon® 205 R50-Typ, der 50 % PCR-Anteil enthält. Makrolon® TP5020, eine Neuentwicklung mit 30 % PIR-Anteil und 10 % GF, ist ein weiterer Typ, der für Strukturteile von Schaltern und Steckdosen entwickelt wurde.
 
Die Elektromobilität ist Teil des Übergangs zu einer geringeren Umweltbelastung im Verkehr. Die Hersteller von Ladestationen für Elektrofahrzeuge suchen nach Lösungen, um Ressourcen zu sparen und nachhaltigere Materialien zu verwenden, um die CO₂-Bilanz der Ladestationen so gering wie möglich zu halten. Das kohlenstoffarme Makrolon® 6487 RE, das ISCC PLUS-zertifizierte, nachwachsende Rohstoffe enthält, ist ein hervorragendes Material für Ladestationen für Elektrofahrzeuge, ebenso wie das Makrolon® 6485 GR, das zu 30 % aus PCR-Recyclat besteht.
 
Polycarbonate spielen auch eine wichtige Rolle in vielen LED-Licht- und Lichtintegrationsanwendungen. Unser Portfolio ausgewählter klimaneutraler* ("von der Wiege bis zum Werkstor") Polycarbonat-Typen reicht, einschließlich unserer transparenten Makrolon® 2407 RE oder Makrolon® 2807 RE, die ISCC PLUS-zertifiziert sind und eine gute Option für eine Vielzahl von optischen und lichttechnischen Anwendungen, die transparente durchsichtige Materialien erfordern.
 

*Klimaneutralität ist das Ergebnis einer Bewertung eines teilweisen Produktlebenszyklus von der Rohstoffgewinnung (cradle) bis zum Werkstor, auch als cradle-to-gate-Bewertung bezeichnet. Die Methodik unserer Ökobilanz basiert auf der Norm ISO 14040, die vom TÜV Rheinland auf Basis einer Plausibilitätsprüfung kritisch überprüft wurde. Die Berechnung berücksichtigt die biogene Kohlenstoffbindung auf der Grundlage vorläufiger Daten aus der Lieferkette und den Ersatz von Strom aus dem Stromnetz durch erneuerbaren Strom, der für den Herstellungsprozess verwendet wird. Es wurden keine Kompensationsmaßnahmen angewandt. Die biogene Kohlenstoffaufnahme wird bei der Berechnung des Carbon Footprints berücksichtigt.

Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette beim Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft

Die Umstellung auf ein stärker kreislauforientiertes Modell der Ressourcennutzung ist eine gewaltige Umstellung, die wir nicht allein bewältigen können. Deshalb suchen wir nach innovativen Kunden und Partnern entlang der Wertschöpfungskette, um den Übergang mit nachhaltigeren Technologien und Verbraucherlösungen zu unterstützen.
 
Ein wichtiges Ziel in diesem Prozess ist es, den Einsatz von Primärrohstoffen zu reduzieren und unsere Kunden in die Lage zu versetzen, auf alternativen Rohstoffen basierende Kunststoffe in ihre eigenen Verbraucherlösungen einzubauen und gleichzeitig ihre Scope-3-Treibhausgasemissionen und ihren gesamten ökologischen Fußabdruck deutlich zu reduzieren.
 
Die Anforderungen unserer Kunden sind ein wichtiger Faktor, aber unsere Produktentwicklung berücksichtigt auch Umweltzertifizierungen und Siegel wie EPEAT (Electronic Product Environmental Assessment Tool), den Blauen Engel und das UL ECV. In Europa entwickeln wir Lösungen, die den Green Deal unterstützen und dazu beitragen, den damit verbundenen Aktionsplan für eine neue Kreislaufwirtschaft zum Erfolg zu führen. 
 
In Asien und Amerika verfolgen wir ähnliche Partnerschaften für eine nachhaltigere und stärker kreislauforientierte Wirtschaft. Wir sind Gründungsmitglied der Alliance to End Plastic Waste (AEPW). 
 
Wenn Sie ein nachhaltigeres oder sogar klimaneutraleres Polycarbonat für Ihre eigene Anwendung finden möchten, setzen Sie sich bitte mit unseren Produktspezialisten und Anwendungstechnikern in Verbindung, um Ihre Anforderungen zu besprechen. Gemeinsam werden wir uns bemühen, Materiallösungen für eine Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.

Beschleunigen Sie den Übergang

Unsere Experten können Ihnen helfen, weitere zirkuläre Materialien, Dienstleistungen und Lösungen für Ihre E&E-Anwendungen zu finden.

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Wesentliche Vorteile

  • Geringerer CO₂ Fußabdruck: Rezyklate und nachwachsende Rohstoffe verringern den ökologischen Fußabdruck.
  • Umfassendes Angebot: E&E-Hersteller profitieren von nachhaltigeren Polycarbonaten und fachkundigen Dienstleistungen.
  • Kollaborativ: Wir arbeiten mit Elektroherstellern zusammen, um Kreisläufe zu schließen und Materiallösungen zu entwickeln.
  • Glaubwürdig: Ökolabels wie EPEAT werden bei unserer Produktentwicklung berücksichtigt.
  • Markenbezogen: Elektro- und Elektronikmarken können ihre Nachhaltigkeitskompetenz verbessern

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