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Nachhaltigere zertifizierte alternative Rohstoffe verringern die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Die Abschwächung des Klimawandels und der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft haben für uns höchste Priorität. Gemeinsam mit unseren Lieferanten und unserem Kunden H.B. Fuller haben wir die Vision, fossile Rohstoffe in leistungsstarken Klebstoffen kontinuierlich durch ISCC-zertifizierte Rohstoffe zu ersetzen, um so auch deren CO₂-Fußabdruck zu verbessern.

Transformation der Werkstoffbeschaffung  mit einer zirkulären Intelligenz.

Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, ihre Betriebsabläufe weniger ressourcenintensiv zu gestalten und ihre Auswirkungen auf das Klima zu verringern. Gleichzeitig stehen sie vor dem Dilemma, Nachhaltigkeitsvisionen schon jetzt in konkrete, schnelle Maßnahmen umsetzen zu müssen. 
 
Chemische Großanlagen haben einen durchschnittlichen Lebenszyklus von über 40 Jahren, aber Verbraucher und  öffentliche Institutionenfordern schon jetzt einen Wandel, wie der europäische Green Deal und Abkommen wie das Pariser Klimaabkommen konkret erkennen lassen. Als einer der weltweit führenden Hersteller von  Kunststoffen und deren Komponenten arbeiten wir mit Kunden wie H.B. Fuller und unseren eigenen Lieferanten in der Wertschöpfungskette zusammen, um endliche fossile Ressourcen durch nachhaltigere, sofort einsetzbare Lösungen zu ersetzen.

Alternative Rohstoffe: CO₂-reduzierende Drop-in-Lösungen

Industrielle Großanlagen sind im Laufe der Zeit immer energieeffizienter geworden, aber es bedarf noch eines weiteren Entwicklungsschritts. Hier können alternative Rohstoffe eine transformative Rolle spielen. Bislang waren diese nachhaltigeren Werkstoffe auf kleine Mengen und meist auf Nischenanwendungen beschränkt. 
 
Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um die Verfügbarkeit von alternativen Rohstoffen – wie Biomasse der 1. und 2. Generation sowie recycelte Rohstoffe – zu verbessern. Unser Ziel ist es, nachhaltigere Drop-in-Lösungen anzubieten, die bereits heute in großen Mengen in Anlagen eingesetzt werden können. Abhängig von den eingesetzten Rohstoffen und dem Anteil des CO₂-Fußabdrucks, der auf das jeweilige Produkt zurückzuführen ist, können unsere Kunden bereits heute CO₂-neutrale Lösungen ohne Anpassungen an den Anlagen oder neue Investitionen anbieten. 

H.B. Fuller ist unser erster Kunde mit einem massenbilanzierten Produkt für eine Klebstoffanwendung. Durch die Verwendung zertifizierter alternativer Rohstoffe verringern wir die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und tragen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bei. Alternative Rohstoffe sind ein wichtiger Bestandteil unseres Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft

Dr. Thorsten Dreier

Leiter der Abteilung Business Entity Coatings and Adhesives, Covestro

Massenbilanz: der Schlüssel zur Nutzung von Skaleneffekten bei alternativen Rohstoffen

Wenn ein alternativer Rohstoff für Methyldiphenyldiisocyanat (MDI), Toluoldiisocyanat (TDI) oder einen anderen großvolumigen Rohstoff verwendet wird, wird er zu einem Bestandteil eines umfassenderen Produktionsprozesses, der heute noch Rohstoffe auf fossiler Basis umfasst. Die Herausforderung besteht darin, diesen Anteil der erneuerbaren Rohstoffe möglichst zuverlässig zu verfolgen.
 
Für eine vollständige Transparenz muss der alternative Stoffstrom in jedem Verarbeitungsschritt zurückverfolgt und dokumentiert werden. Jede Partei in der Wertschöpfungskette - von den landwirtschaftlichen Lieferanten, die auf eine nachhaltige Bewirtschaftung geprüft werden, bis hin zu den chemischen Verarbeitern - muss die alternativen Rohstoffe im Mix mit einer identischen Methode verfolgen. Die systematische Herangehensweise bei der Zurechnung der alternativen Anteile wird als Massenbilanzierung bezeichnet.  

ISCC-Zertifizierung: Transparenz für alternative Stoffströme und CO₂-Reduzierung

Die Massenbilanz ermöglicht es, den Anteil an erneuerbaren Rohstoffen in einem integrierten Produktionsprozess einem bestimmten Produkt, z. B. Harz für einen Klebstoff zuzuordnen. So lieferten wir vor kurzem biobasiertes MDI zur Integration in einen reaktiven Polyurethan (PU)-Schmelzklebstoff von H.B. Fuller. Das Klebstoffprodukt weist einen reduzierten CO₂-Fußabdruck auf, der über den Massenbilanzansatz zugewiesen wurde. Alle landwirtschaftlichen Inputs, die chemische Verarbeitung und die Materialflüsse werden von unabhängiger Seite geprüft und gemäß den Anforderungen von ISCC (International Sustainability & Carbon Certification) zertifiziert.
 
Die stetige Verfügbarkeit von biobasierten Rohstoffen ermöglichte es H.B. Fuller, von fossilen auf erneuerbare Quellen umzusteigen. Die "Drop-in"-Lösung bietet eine nachweisbare CO₂-Reduzierung ohne Investitionskosten oder Änderungen der Infrastruktur.
 
Der neue Klebstoff mit über den Massenbilanzansatz attribuiertem Bio-Anteil bietet die gleiche Qualität wie das Produkt, das er ersetzt, und kann auf genau dieselbe Weise behandelt werden, so dass die Herstellungsprozesse bei den Kunden von H.B. Fuller nicht beeinträchtigt werden.
 
Das Konzept der Massenbilanz erfordert starke Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette, und wir  sind überzeugt, dass es eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer Wirtschaft mit stärkerer zirkulären Ausprägung spielen kann. Es ermöglicht Kunden wie H.B. Fuller ihre eigenen CO₂-Emissionen zu reduzieren, indem sie fossile Rohstoffe durch nachhaltigere Inputs ersetzen, die den anerkannten Best Practices in der Produktion entsprechen.
 

Die Möglichkeit, zertifizierte erneuerbare Rohstoffe in großen Mengen zu beziehen, die auf den Massenbilanzansatz zurückzuführen sind, ermöglicht es uns, Moleküle zu verwenden, die eine erhebliche Verringerung des CO₂-Fußabdrucks mit sich bringen, ohne die Leistung von PU-Klebstoffen zu beeinträchtigen. Dies ist eine Investition in die Zukunft von uns allen.

Iñaki Sigler

Globaler Produktmanager für Holzbearbeitung und Verbundwerkstoffe, H.B. Fuller

Biobasierte Rohstoffe

Alternative Rohstoffe verringern unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und tragen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bei.

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Wesentliche Vorteile

  • Weg von den Fossilien: Recycelte und biobasierte Rohstoffe können endliche fossile Ressourcen ersetzen.
  • Geringerer CO₂-Fußabdruck: Alternative Rohstoffe können die CO₂-Emissionen in der Wertschöpfungskette verringern.
  • Transparent:  Zuordnung von Rohstoffen nach anerkannten ISCC-Regeln entlang der Wertschöpfungskette.
  • Jetzt erhältlich: Drop-in-Massenbilanz-Rohstoffe können ab sofort in großen Mengen bestellt werden.
  • Zuverlässige Qualität: Massenbilanz-Rohstoffe bieten die gleiche Qualität wie herkömmliche Rohstoffe.

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