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EVBox erweitert seine Produktionskapazitäten für Elektroauto-Ladestationen mit Lösungen von Covestro

Wie erfüllen Covestros Polycarbonat-Lösungen der Reihen Makrolon® die Anforderungen der Betreiber von EV-Ladestationen?

Schätzungsweise eine Million öffentliche Elektroauto-Ladestationen werden gebraucht, um die 13 Millionen emissionsfreien und schadstoffarmen Fahrzeuge, die es 2025 auf europäischen Straßen geben wird, mit Strom zu „betanken“. Das Laden von Elektrofahrzeugen (EVs, Deutsch kurz: E-Autos) wird zur Routine werden – zu Hause, auf Arbeit, in der Werkstatt und an Tankstellen. Dann werden die Fahrer von Elektroautos ihre Fahrzeuge auch auf öffentlichen Parkplätzen in der Stadt und vor Einzelhandelsgeschäften aufladen können.

Der Wert des Marktes für Elektrofahrzeug-Versorgungseinrichtungen (engl. : EVSE) wird bis 2027 wahrscheinlich auf 29,7 Milliarden US-Dollar steigen, da das Netz an Ladestationen aufgrund der Emissionsziele, die im European Green Deal verankert sind, und einer Reihe von Regierungs- und Autohersteller-Initiativen immer größer wird.

Wir haben uns mit Wijnand Diemer, dem Leiter der Abteilung Produktmanagement der EVBox-Gruppe, unterhalten. EVBox ist ein führender Anbieter flexibler und skalierbarer Lösungen für das Aufladen von E-Autos. Dabei ging es um die Zukunft der E-Mobilität, die schnelle und flächendeckende Einführung von Elektrofahrzeug-Ladestationen, die Kreislaufwirtschaft, die Materialanforderungen an Elektroauto-Ladestationen von EVBox und nicht zuletzt um die Vorteile einer engen Zusammenarbeit mit Covestro – einem führenden Anbieter von Polycarbonat-Werkstofflösungen für den E-Auto-Markt.

Beim Ausbau unseres Netzes von Elektrofahrzeug-Ladestationen, den wir derzeit mit Hochdruck vorantreiben, ist die Langlebigkeit von Materialien für uns das wichtigste Kriterium der Materialwahl. Makrolon® sorgt dafür, dass Gehäuse nicht nur außerordentlich wetterfest sind, sondern auch noch flexibel und attraktiv gestaltet werden können.

Wijnand Diemer

Leiter des Produktmanagements, EVBox

Können Sie uns etwas über die Anfänge von EVBox und über Ihr Geschäftsmodell erzählen?

EVBox wurde 2010 gegründet, als der EVSE-Markt noch in den Kinderschuhen steckte. Wir beschleunigen den Vormarsch der Elektromobilität, indem wir Unternehmen und Fahrern weltweit benutzerfreundliche, flexible und skalierbare EV-Ladestationen zur Verfügung stellen. Zu unseren Komplettlösungen im Ladebereich gehören Hardware, Software, Schulungen und Außendienstleistungen beim Kunden. EVBox‘ Angebot an Ladestationen umfasst neben Lösungen für Wohn- und Gewerbegebiete und öffentliche Plätze auch Schnell-Ladestationen mit einem Leistungsumfang von 3,7 kW bis 350 kW.

Von 2010 bis 2020 installierte EVBox 200.000 Elektroauto-Ladestationen, und bis 2023 wollen wir weltweit eine Million Elektrofahrzeug-Ladestationen installiert haben.

Wie sieht EVBox die Zukunft der Mobilität? Wie werden sich EV-Ladestationen Ihrer Meinung nach weiterentwickeln?

Die E-Mobilität wird rapide voranschreiten. Bislang hat zwar erst ein Prozent der weltweit verkauften Fahrzeuge eine reine Elektrobatterie, aber schon in fünf Jahren wird dieser Anteil auf sechs Prozent gestiegen sein. In 20 Jahren wird die Hälfte aller Autos, die weltweit verkauft werden, elektrisch betrieben werden. Wenn sich der europäische Markt zu sättigen beginnt, wird das wahre Wachstum von den USA und vor allem von der Volksrepublik China kommen, die den US-amerikanischen und europäischen Markt zusammengenommen übertrumpfen wird.

Die Geschwindigkeit der EV-Expansion wird durch vier entscheidende Tendenzen beeinflusst werden. Zuerst einmal gibt es eine zunehmende Verlagerung vom Laden zu Hause zum Laden im öffentlichen und halböffentlichen Raum, die größeren Teilen der Öffentlichkeit das Aufladen von Elektroautos ermöglichen wird. Zweitens wird mit zunehmender Kommerzialisierung der Wechselstromladung die (Schnell-)Ladung mit Gleichstrom zunehmen. Drittens steigt der Bedarf an integrierten Lade-Lösungen für E-Autos, die Hardware, Software und Dienstleistungen in einem Paket vereinen. Und viertens wird der Anteil an neuen Ladetechnologien erheblich zunehmen – wie etwa Vehicle-to-Grid (V2G; Rückspeisung von im Fahrzeug gespeicherter Energie in das Versorgungsnetz), Lade-Knotenpunkten („Hubs“) und intelligenteren Ladelösungen.

Wie sehen Sie das Zusammenspiel zwischen Mobilität und einer Kreislaufwirtschaft?

In der Vergangenheit ging Mobilität mit dem Verbrauch wertvoller fossiler Brennstoffe und mit erheblichen CO2-Emissionen einher. Das ist aber ein durch und durch nicht-zirkulärer und umweltschädlicher Ansatz. Nun können wir mit Hilfe von Strom zum ersten Mal seit der industriellen Revolution die Mobilität von der Ressourcenverknappung abkoppeln. Durch den Einsatz von Elektrizität können wir unsere Mobilität auf erneuerbaren Energiequellen aufbauen und eine vollständig zirkuläre Lösung für Elektroauto-Batterien ermöglichen.

Bei EVBox beginnt das Konzept der Zirkularität zweifellos mit einer Strategie des zirkulären Designs. Schon beim Design den ganzen „Lebenszyklus“ der Ladestation mitzudenken, ist die einzige Möglichkeit zu gewährleisten, dass die Station leicht repariert, wiederverwendet und am Ende ihrer Gebrauchszeit recycelt werden kann. Bei der Entwicklung unserer Produkte ziehen wir von Anfang an mehrere kreislaufrelevante Faktoren mit in Betracht. Dazu gehören: der Einsatz zirkulärer Materialien als Ausgangsstoffe für unsere Kunststoff-Teile, die Verwendung der Modulbauweise zu dem Zweck, die Produkte leicht reparierbar zu machen, die Wiederverwendung der einzelnen Bauteile am Ende der Nutzungszeit der Ladestation, und nicht zuletzt die Wiederaufarbeitung ganzer Elektroauto-Ladestationen.

Bei der Erhöhung unseres Produktionsvolumens und unserer Produktqualität mit dem Ziel, die Anforderungen der Automobilindustrie zu erfüllen, steht uns Covestro als vertrauenswürdiger Partner zur Seite und hat EVBox ein kompetentes Team zur Verfügung gestellt.

Wijnand Diemer

Leiter des Produktmanagements, EVBox

Welche Materialeigenschaften sind Ihrer Meinung nach für den Mobilitätsmarkt der Zukunft am wichtigsten?

Die Langlebigkeit ist unser wichtigstes Kriterium. Elektroauto-Ladestationen müssen oft jahrelang den widrigsten Witterungsbedingungen standhalten – von Hitze, starker UV-Lichteinstrahlung und Sandstürmen in Wüstenregionen bis hin zu Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und ständiger Salzwassereinwirkung in arktischen Küstenregionen. Unter diesen extremen Bedingungen müssen sie ihre charakteristischen Merkmale wie Schlagfestigkeit, Farbechtheit und Oberflächenqualität unbedingt beibehalten.

Die ästhetische Gestaltungsfreiheit ist ein weiterer wichtiger Punkt. Die Materialien, die wir verwenden, sollten in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Oberflächenstrukturen gestaltet werden können, um für viele Arten von Elektroauto-Ladestationen im öffentlichen und privaten Raum geeignet zu sein.

Warum hat EVBox Covestro als Anbieter von Materiallösungen für seine Elektrofahrzeug-Ladestationen gewählt?

Vor zehn Jahren wendete sich unser Gründer Bram van de Leur mit einem spannenden Projekt an Covestro: Sein neues Unternehmen EVBox wollte ein neues Gehäuse für eine E-Auto-Ladestation entwickeln. Er hatte mit Covestro schon in der CD-Branche zusammengearbeitet und wusste, dass das Unternehmen Kunststoffe produzieren kann, die nicht nur langlebig sind, sondern auch verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen – in puncto Farbe, Form und Transparenz von Bauteilen. So nahm die Sache ihren Lauf.

Heute produziert Covestro mit seiner Makrolon®-Reihe den Großteil der Materialien, die EVBox für Gehäuseteile seiner Elektrofahrzeug-Ladestationen verwendet. Dank Makrolon® können wir Hardwareschutz mit Attraktivität und Gestaltungsfreiheit verbinden. Covestros Expertise im Polymerbereich kommt auch bei unseren technischen Machbarkeitsstudien zur langfristigen Haltbarkeit zum Ausdruck, die Covestro fachkundig unterstützt. Das hilft uns, unser Risiko in der Entwicklungsphase auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem wissen wir Covestros Unterstützung beim Spritzgießen sehr zu schätzen, die uns der Materialanbieter in den A-, B- und C-Musterphasen der Produktentwicklung zuteilwerden lässt.

In den letzten Jahren hat sich unsere Geschäftsbeziehung noch intensiviert, da EVBox derzeit seine Produktionskapazitäten erweitert, um die hohen Mengen- und Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie zu erfüllen. Bei vielen groß angelegten und komplexen Industrialisierungsprojekten war und ist Covestro ein vertrauenswürdiger Partner, der uns geeignete Materiallösungen zur Verfügung stellt und uns bei der Prüfung und Beurteilung unterstützt. Das kompetente Team von Covestro ist sehr zuverlässig und weiß genau, was wir brauchen, um erfolgreich zu sein.

Warum Makrolon® die richtigen Materiallösungen für eine EV-fähige Zukunft sind

  • Witterungsbeständig: Gehäuseteile für Elektroauto-Ladestationen aus Makrolon® widerstehen Feuchtigkeit, Korrosion, UV-Strahlung und großen Temperaturschwankungen.
  • Sicher und robust: Die Gehäuse sind elektrisch isoliert, widerstandsfähig, schlagfest und flammhemmend.
  • Große Gestaltungsfreiheit: Die Hersteller von Elektroauto-Ladestationen können ihre Markenidentität durch individuelle Formen, Farben und Oberflächen zum Ausdruck bringen.
  • Kostengünstig: Langlebige Bauteile aus Makrolon® für Elektroauto-Ladestationen können leicht massengefertigt werden.
  • Ihr verlässlicher Partner: Covestro unterstützt Sie von der Materialwahl bis zur Serienproduktion.

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