Innovatoren für Recycling

Kunststoff ist das Material der Zukunft – insbesondere im Hinblick auf Herausforderungen wie erneuerbare Energien, neue Mobilitätsformen oder nachhaltiges Bauen. Gleichzeitig müssen aber auch die Probleme gelöst werden, die mit diesem Material einhergehen. Zum Beispiel, indem Rohstoffe wiederverwendet werden und in der Wertschöpfungskette bleiben, anstatt verschwendet und entsorgt zu werden. Recycling gibt es seit Langem – und das große Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft.
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Recycling macht Abfall zu wertvollen Rohstoffen

Was können wir mit dem Kunststoff anfangen, der auf der ganzen Erde im Umlauf ist? Wie können wir zum Beispiel unseren Blickwinkel so verändern, dass uns die Mengen an Kunststoffabfall nicht mehr nur als Problem erscheinen, sondern wir darin eine Lösung für eine nachhaltigere Art der Herstellung neuer Produkte erkennen? Was ist der richtige Ansatz für eine vollständige Umsetzung unserer Vision der Kreislaufwirtschaft, in der Recycling wertvolle Rohstoffe zurückgewinnt und natürliche Ressourcen geschont werden?
 
Spoilerwarnung: Es gibt keine einfachen Lösungen! Aber es gibt tatsächlich hier und jetzt Menschen, die an diesen Fragestellungen forschen und untersuchen, was mit neuen Technologien oder mit den vorhandenen Werkzeugen und Lösungen erreicht werden kann. Menschen, die jedes Produkt, jedes Stück Abfall als Chance für Upcycling, als wiederverwertbare Substanz und potenzielle wertvolle Rohstoffquelle sehen. Und die in der Lage sind, jeden dieser Rohstoffströme individuell zu managen. Lernen Sie sie kennen!
Alexander Maak vom deutschen Recycling-Dienstleister Interzero erklärt uns, wie komplex Recyclingprozesse sind. Eine Aufgabe, mit der Interzero bestens vertraut ist – dem Management der gesamten Lieferkette von Rohstoffen bei gleichzeitiger Sicherstellung von höchster Transparenz.
 
Wir sprechen mit Ton Vries, der eine Lösung für das chemisches Recycling von Kunststoffabfällen, die BTX-Aromaten (Benzol, Toluol und Xylol) enthalten, gefunden hat und es so möglich macht, diese wieder der Wertschöpfungskette zuzuführen. Sein in Groningen ansässiges Unternehmen BioBTX hat einen Prototyp entwickelt, der in den industriellen Maßstab überführt werden soll, um den benötigten Anwendungsnachweis zu erbringen.
 
Ebenfalls aus den Niederlanden berichtet der Gründer von Circularise, Mesbah Sabur, darüber, wie Recycling durch eine digitale Lösung unterstützt werden kann. Mit dem Ziel, die Transparenz (und Effizienz) zu erhöhen, hat sein Unternehmen eine öffentliche Blockchain-Lösung entwickelt, um die Sorge vor der Preisgabe von wertvollem materiellen Wissen und Patenten zu verringert. Sie ermöglicht den Recyclern volle Transparenz bei komplexen Produkten.

Die Befragten äußern allgemeine Ansichten, die nicht mit den genannten oder gezeigten Unternehmen in Verbindung stehen.

Alexander Maak

Managing Director, Interzero Circular Solutions GmbH

Interzero hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kreisläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette seiner Kunden und Partner zu gestalten. Das Unternehmen bietet fachkundige Beratung in Sachen Kreislaufwirtschaft und setzt sein „Zero Waste“-Konzept in die Praxis um, indem es gebrauchte Produkte und Komponenten zurückgibt und wiederverwendet, sein Fachwissen über innovative Abfallbehandlungsmethoden einsetzt und ein starkes Reverse-Logistics-Netzwerk nutzt.

Ton Vries

Managing Director, BioBTX

BioBTX entwickelt Technologien für eine kreislauforientierte Welt. Das Unternehmen produziert Benzol, Toluol und Xylole (BTX) auf nachhaltige Weise aus Biomasse und Kunststoffen. BioBTX betrachtet Abfall nicht als Problem, sondern als Baustein für erneuerbare Chemikalien. Die von dem Unternehmen entwickelte Technologie trägt dazu bei, den Übergang von einer linearen, fossilen Welt zu einer zirkulären, erneuerbaren Gesellschaft zu ermöglichen.

Mesbah Sabur

Gründer von Circularise

Mesbah Sabur und Jordi de Vos gründeten das Unternehmen Circularise im Jahr 2016, nachdem sie eine Reihe von Recyclern in den Niederlanden besucht hatten. Bei diesen Besuchen wurde Ihnen klar: Viele Produkte, die an Recyclinganlagen geschickt werden, werden am Ende doch einfach nur verbrannt, weil die Recycler die Bestandteile dieser Produkte nicht kennen und das der stofflichen Verwertung im Wege steht. Also haben die beiden Unternehmer beschlossen, mit Circularise die Transparenz und Rückverfolgbarkeit in komplexen Lieferketten zu verbessern.  

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