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CO2-Innovation im Rampenlicht

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Ein Team aus Experten von Covestro und der RWTH Aachen hat die Endrunde des renommierten Deutschen Zukunftspreises erreicht. Das „Team CO2“ hat einen Weg für die Verwendung von Kohlendioxid bei der Fertigung erarbeitet und vorgeschlagen, was die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Erdöl verringert

Die Vergabe des Deutschen Zukunftspreises erfolgt jährlich durch den Bundespräsidenten und ist eine Auszeichnung für herausragende Leistungen im Bereich Technologie und Naturwissenschaften, die zu marktreifen Produkten führen. Das Team CO2, bestehend aus Dr. Christoph Gürtler und Dr. Berit Stange von Covestro sowie Prof. Walter Leitner von der RWTH Aachen, kam bei der diesjährigen Preisverleihungsgala in Berlin unter die letzten Drei.

Für eine kohlenstoffarme Zukunft

Etwa sechs Prozent des Rohöls werden weltweit zur Kunststoffproduktion verwendet. Angesichts der endlichen Reserven sind wir laufend dabei und führend darin, Möglichkeiten zu erarbeiten, so viele fossile Rohstoffe wie möglich durch CO2 zu ersetzen. Das Schließen des Kohlenstoffzyklus trägt ebenfalls zu einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft bei. 
 
Dr. Markus Steilemann, CEO von Covestro, sagte: „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir es in die Endrunde geschafft haben. Der Gedanke, der hinter unserer CO2-Innovation steht, passt genau in unsere Zeit: das Erhalten von Ressourcen durch den Austausch von möglichst vielen fossilen Rohstoffen und die Rückführung von CO2 in die Wertschöpfungskette. 
 
Die Auszeichnung ermutigt uns, weiterhin intensiv an der Entwicklung innovativer Lösungen für mehr Nachhaltigkeit in vielen Bereichen zu arbeiten.“
 

Die Kreislaufwirtschaft

Dr. Gürtler leitet die Abteilung Catalysis and Technology Incubation im Geschäftsbereich Innovation Management von Covestro, wo er seit 2007 an der Entwicklung innovativer Technologien unter Verwendung von CO2 arbeitet. Er sagt, dass die Verwendung von CO2 sogar die Möglichkeit bieten könnte, Kunststoffe zu produzieren, deren Bestandteile leichter recycelbar sind: „Wir sehen auch ein nicht unbeträchtliches Potenzial zur Wertschöpfung durch die Verwendung von CO2.“
 
Dr. Stange, die das Recycling-Management im Geschäftsbereich Polyurethane bei Covestro leitet, hat sich der Umwandlung der linearen Produktion in eine nachhaltigere Kreislaufwirtschaft verpflichtet. Sie hat die Markteinführung des neuen Produkts vorangetrieben und die innovative Technologie für die Verwendung von CO2 am Markt etabliert.
 
Sie sagt: „Mit der neuen Plattformtechnologie kann CO2 zur Entwicklung eines Vorprodukts für eine größere Bandbreite von High-Tech-Werkstoffen verwendet werden.“ 
 
Dieses von Covestro entwickelte Vorprodukt ist cardyon®, das bis zu 20 Prozent CO2 anstelle von Rohöl enthält. Es wird bei der Fertigung von Matratzen, Polstermöbeln und Sportplatzbelägen verwendet. cardyon®-basiertes, thermoplastisches Polyurethan kann auch für Schuhe und Sportbekleidung verwendet werden.
 

Wissenschaftlicher Durchbruch

Professor Leitner ist der akademische Leiter des CAT-Catalytic Centers in Aachen (gemeinsam betrieben von Covestro und der RWTH Aachen) und vielfacher Preisträger, einschließlich der Auszeichnung für Nachhaltige Chemie der European Association of Molecular Sciences. Ein Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der nachhaltigeren Gestaltung chemischer Prozesse.
 
Die Verwendung von CO2 bei der Herstellung von Kunststoffvorprodukten ergab sich nach einem Forschungsdurchbruch im CAT-Catalytic Center. Die Bildung chemischer Verbindungen mit CO2 ist schwierig und Fachleute suchen seit Jahrzehnten nach einem Katalysator. Das Team überwand diese Herausforderung durch Entwicklung eines eigenen Katalysators, der die chemische Reaktion steuert und den effizienten Einsatz von CO2 ermöglicht. 
 
Dr. Steilemann fügt hinzu: „Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung werden wir mit der Entwicklung alternativer Ressourcen wie CO2 fortfahren. Als Chemie- und Forschungsstandort kann sich Deutschland in diesem Bereich einen Namen machen.“
 

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir es in die Endrunde geschafft haben. Der Gedanke, der hinter der CO2-Innovation steht, passt genau in unsere Zeit: das Erhalten von Ressourcen durch den Austausch von möglichst vielen fossilen Rohstoffen und die Rückführung von CO2 in die Wertschöpfungskette.“

Dr. Markus Steilemann

CEO Covestro

„Mit der neuen Plattformtechnologie kann CO2 zur Entwicklung eines Vorprodukts für eine größere Bandbreite von High-Tech-Werkstoffen verwendet werden.“

Dr. Berit Stange

Projektmanager Kreislaufwirtschaft Polyurethan

  • Geringere Umweltbelastung Reduzierung der in der Fertigung verwendeten Menge an fossilen Brennstoffen

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