Innovatoren für alternative Rohstoffe

Kunststoffe werden hauptsächlich aus Erdöl hergestellt. Da der Bedarf an Kunststoffen in unserer Gesellschaft weiterhin steigt, gibt es Menschen, die nach neuen Ressourcen und alternativen Rohstoffen für künftige Kunststoffe suchen, um so Erdöl zu ersetzen.
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Kunststoff für einen bestimmten Zweck

Die Kreislaufwirtschaft basiert nicht nur auf dem Reduzieren von Abfällen und Recyceln und Wiederverwenden von Rohstoffen – sie steht auch für ein Umdenken. Obwohl Kunststoff als Werkstoff weiterhin unverzichtbar ist, müssen wir als Gesellschaft einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Wirtschaftssystems leisten, uns in seiner Nutzung beschränken und stattdessen vermehrt auf nachwachsende Rohstoffe setzen. In vielen Bereichen unseres Lebens spielt Kunststoff nach wie vor eine wichtige Rolle – manchmal ist er sogar lebensnotwendig. Zum Beispiel in der Medizin: Medizinische Ausrüstung und bakteriologische Verpackungen in Krankenhäusern. Aber auch bei Batteriekästen für den Ausbau der E-Mobilität, Smartphones, Laptops und sämtlichen intelligenten Technologien sind wir auf Materiallösungen aus Kunststoff angewiesen. Es wäre undenkbar, auf diese Produkte zu verzichten, um einen Wandel hin zu nachwachsenden Rohstoffen herbeizuführen. Da Kunststoff in unserer Gesellschaft ständig benötigt wird, müssen wir Erdöl durch kohlenstoffarme Alternativen ersetzen, Abfälle recyceln und andere nachwachsende Rohstoffe nutzbar machen. Wir von Covestro denken: Wenn es um alternativ hergestellte Kunststoffe geht, müssen wir alle auf dem neuesten Stand sein – in der Wissenschaft, der Industrie und der Wirtschaft.

Lernen Sie unsere Innovatoren im Bereich der alternativen Rohstoffe kennen:

Lars Börger ist Mitarbeiter bei Neste, einem finnischen Unternehmen, das Erdöl und erneuerbare Produkte wie Kraftstoffe oder Rohstoffe für die Polymer- und Chemieindustrie aufbereitet und vertreibt. Seine Aufgabe bei Neste ist es, Alternativen zu fossilen Rohstoffen für Polymere und Chemikalien zu entwickeln, die zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen können. Dabei nutzt er erneuerbare Rohstoffe wie Abfall- und Rückstandsöle und -fette –  zum Beispiel gebrauchtes Speiseöl – und entwickelt Methoden zum chemischen Recycling von Kunststoffen, um zur Bekämpfung der Verschmutzung durch Kunststoffabfälle beizutragen.

Ebenfalls in diesem Bereich tätig, aber im rein wissenschaftlichen Bereich, ist Lars M. Blank. Er ist Professor an der RWTH Aachen, einer der renommiertesten Universitäten in Europa, wenn es um neue Technologien geht. Seiner Meinung nach ist die Dekarbonisierung nicht der richtige Weg zur Reduzierung der CO2-Emissionen, sondern die Abkehr von fossilen Energieträgern und Rohstoffen (Defossilisierung). Sie zu erreichen ist das Ziel, auf das wir uns in seinen Augen wirklich konzentrieren müssen.

Kai Vogt von Vaude, einem deutschen Hersteller von Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung, gibt uns einen Einblick in seine Produkte, bei denen Kunststoffe aus alternativen Rohstoffen verwendet werden.

Die Befragten äußern allgemeine Ansichten, die nicht mit den genannten oder gezeigten Unternehmen in Verbindung stehen.

Lars Börger

Vice President Strategy and Long-term Development Renewable Polymers and Chemicals, Neste Germany GmbH

Neste strebt danach, ein weltweit führender Anbieter von erneuerbaren und nachhaltigen Kreislauflösungen zu werden. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass ein schnellerer Übergang zum Konzept der Kreislaufwirtschaft bei der Herstellung von Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen und recycelten Quellen gleich zwei Probleme auf einmal lösen wird: die Verringerung der Treibhausgasemissionen und die Bewältigung der globalen Herausforderung, die durch den Kunststoffabfall entsteht. Neste hat sich daher verpflichtet, erneuerbare und recycelte Lösungen aus nachwachsenden Rohstoffen und recycelten Ressourcen anzubieten, um fossile Ressourcen zu ersetzen und Kunststoffabfälle in wertvolle Rohstoffe für neue Kunststoffe umzuwandeln. So möchte das Unternehmen einen nachhaltigen Wandel in der Polymer- und Chemieindustrie einleiten.

Lars M. Blank

Professor für Angewandte Mikrobiologie, RWTH Aachen University

Lars M. Blank widmet sich in seiner Forschung den grundlegenden und angewandten Aspekten des mikrobiellen Stoffwechsels. So arbeitet er z. B. an neuartigen Ansätzen für das Kunststoffrecycling und geht damit eine der größten Herausforderungen unserer Zeit an: die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe, die dazu beitragen könnte, alternative regionale Quellen für Kohlenstoff zu generieren.

Kai Vogt

Leiter Innovation & Hardware Equipment, VAUDE

VAUDE verwendet für die meisten seiner Produkte synthetische Werkstoffe wie Polyester, Polyamid oder Polyurethan. Doch das Unternehmen verfolgt eine große Vision: immer mehr nachwachsende Rohstoffe zu verwenden. VAUDEs erklärtes Ziel lautet: Bis 2024 sollen 90 Prozent aller VAUDE-Produkte einen Anteil an recycelten oder biobasierten Werkstoffen von mehr als 50 Prozent aufweisen.

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    Stellen Sie sich vor, dass ausgediente Kunststoffprodukte kein Abfall, sondern eine wertvolle Ressource wären.  
    Wir treffen Menschen, die neue Ansätze für das Recycling umsetzen und diese Vision Wirklichkeit werden lassen. Lernen Sie sie jetzt kennen!

     

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    Innovatoren für erneuerbare Energien | Covestro

    Wie können wir die globale Energieversorgung nachhaltiger gestalten? Gemeinsam mit führenden Experten schauen wir die Chancen und Herausforderungen aus einem ganz neuen Blickwinkel an!

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